AK Madagaskar der KAB der Diözese Aachen
//madagaskar.kibac.de/irayaina
AK Madagaskar

Die Bewegung

mada

Iray Aina ist ein Verband, der sich landesweit in 16 Regionen aufteilt. Organisiert wird die Arbeit der Bewegung vom Nationalbüro, mit Sitz in der Hauptstadt. Es setzt sich aus zwei 'Freigestellten' und einem/r Verantwortlichen für den Bereich Mikrokredite zusammen. Die Nationalleitung und alle Strukturen in den Regionen und Gruppen sind ehrenamtlich.

Die Verantwortlichen 

mada

In den Regionen treffen sich die benachbarten Gruppen, suchen den Austausch, planen ihre Bildungsarbeit, betreiben den Ausbau der Bewegung und organisieren ihren Einsatz der Hilfe zur Selbsthilfe. Iray Aina organisiert ca 1170 Verantwortliche - sogenannte 'militants' - in 120 Basisgruppen in zehn der 18 Diözesen Madagaskars. Lesen Sie hier die Kurzvorstellung der Iray Aina.

Beispiel: Reisbanken

mada

Eine Gruppe in Vohemar. 1999 hat sie sich gegründet, um gegen die Verschuldung bei Geldwucherern anzugehen, indem sie eine genossenschaftliche Spargruppe /Reisbank gründete. Heute hat sie sich als Genossenschaft eintragen lassen, um eigene Vanille zu vermarkten.

Frauenarbeit 

mada

2004 hat die Bewegung damit begonnen, separate Treffen für Frauen zu organisieren, die im besonderen Maße die Lasten des Landes zu tragen haben; andererseits aber bei der Entwicklung der IRAY AINA eine herausragende Rolle spielen. 

Die IRAY AINA

Iray Aina: das ist der madagassische Name für die Bewegung (MTC Mouvement des Travailleurs Chrétiens) in Madagaskar. Der Name lehnt sich an ein Sprichwort an: Wo zwei oder drei auf einem Weg ein gemeinsames Ziel haben, dann nehmen sie sich an die Hand und teilen ihre Vorräte. Gegründet wurde IRAY AINA 1977 von ehemaligen Mitglieder der CAJ - christliche Arbeiterjugend.

Geschichte

Seit mehr als 20 Jahren pflegt die KAB Aachen eine Partnerschaft mit der IRAY AINA, der Katholischen Arbeitnehmer Bewegung in Madagaskar. In dem zweitgrößten Inselstaat der Welt leben über 21 Millionen Menschen. Etwa zwei Drittel der Bevölkerung müssen mit weniger als einem US-Dollar pro Tag ihren Lebensunterhalt bestreiten. Gerade für Bauern, Arbeiter und Frauen ist es oft schwierig, ihre Familien zu ernähren oder das Schulgeld für ihre Kinder aufzubringen. Im Stadtteil Itaosy der madagassischen Hauptstadt Antananarivo ist die IRAY AINA dank engagierter Frauen besonders erfolgreich. Mit Hilfe von IRAY AINA schließen sich die Einwohner zu kleinen Manufakturen zusammen, um eine Verdienstmöglichkeit zu schaffen. Hier werden Fischernetze hergestellt, Obst eingekocht, Messer produziert und Schweine gezüchtet. Die Bewegung hat mittlerweile begonnen, diese Produkte über eigene Strukturen der IRAY AINA zu vertreiben. Diese Maßnahmen werden flankiert vom Aufbau eines Systems von Mikrokrediten.

Impression Stadtteil Itaosy

Ein weiteres Problem in Madagaskar ist die hohe Verschuldung. Aus Verzweiflung haben ein Großteil der Landbevölkerung und Angestellte Gelder zu Wucherzinsen (von bis zu 300 % p.a.) geliehen. Um diese Familien aus der Verschuldung zu befreien, bildet die IRAY AINA z.B. in der Küstenregion um Vohemar mit den Einwohnern bäuerliche Gemeinschaften. Hier wird gemeinsam Reis, Nelken oder Vanille angebaut und verkauft. Oft ist dies das einzige Einkommen für die Familien. Anteile der Ernte werden in sogenannten Reisbanken eingelagert, um sich preiswertes Saatgut zu sichern oder Vorräte für die eigene Versorgung aufzubauen. Mit dem Geld aus den Verkäufen können die Kredite zurückbezahlt werden.

 
Test